Kaum Änderungen gab es in der vergangenen Woche am Ölmarkt. Weder bei der Preisentwicklung, noch bei den Faktoren, die den Preis bestimmen. Interessant ist jedoch die große Preisspanne zwischen den beiden Rohölsorten Brent (48,07 US-Dollar; Stand 16.01.2009) und WTI (35,60 US-Dollar; Stand 16.01.2009).
Auf der einen Seite stehen die preistreibenden Konflikte (Erdgasversorgung in Europa, Krieg im Gaza-Streifen), auf der anderen Seite die preisdrückenden Faktoren der Weltwirtschaftskrise. In den USA scheint der Rohölmarkt absolut übersättigt. Gab es letzte Woche noch einen Bestandaufbau beim Rohöl, Heizöl, Diesel und Benzin von 11,8 Millionen Barrel, so sind diese Woche noch einmal 10 Millionen Barrel hinzugekommen. Die Arbeitslosenzahlen in den USA sind so hoch wie seit 15 Jahren nicht mehr. Es bleibt gespannt abzuwarten, wie sich die Wirtschaftslage der Supermacht entwickelt – in Anbetracht des Amtsantrittes Obamas und dessen geplantes, großes Konjunkturprogramm.
Beim Heizölpreis in Deutschland herrscht weiterhin eine große Preisdifferenz zwischen den Regionen. In Hamburg zahlt man nur 51,38 Euro für 100l Heizöl Extra Leicht bei einer Abnahmenge von 3000l, in München hingegen 57,39 Euro und in Leipzig sogar 62,11 Euro. Der kalte Januar haält die Nachfrage nach Heizöl weiter aufrecht.
Dass die weltweite Rezession wieder die Macht über die Preisentwicklung beim Rohöl übernommen hat, konnte man in den letzen Tagen beobachten. Waren zum Jahresbeginn die Preise noch bestimmt von den preistreibenden Konflikten im Gaza-Streifen und den Gaslieferungen Russlands, so ist es nun wieder die schwache Wirtschaftslage, die den Preis nach unten treibt.
Die Nachfrage nach Rohöl ist weiterhin stark rückläufig. Vor allem die schwache Nachfrage in den USA und in China lässt den Rohölpreis fallen. Dazu kommen die stark ansteigenden Rohöl-Bestandzahlen in den USA. Sage und schreibe 11,8 Millionen Barrel mehr an Rohöl, Heizöl, Diesel und Benzin befinden sich gegenüber der letzten Woche in den Vorratslagern.
Der Preis für ein Barrel Brent beträgt zurzeit 45,45 US-Dollar. Ein Barrel WTI kostet 42,01 US-Dollar.
Der Kälteeinbruch der vergangenen Tage lässt die Nachfrage nach Heizöl in Deutschland weiterhin steigen. Es kommt vereinzelt zu Lieferengpässen, auch bedingt durch die Wetterlage. Die Preisspanne zwischen Nord- und Süddeutschland ist beachtlich. In München zahlen Verbraucher für 100l Heizöl extra leicht bei einer Abnahmemenge von 3000 Litern 60,86 Euro, in Hamburg dagegen nur 52,90 €. Im Bundesschnitt zahlen Verbraucher etwa 56,10 Euro.
Zum Jahresbeginn 2009 steigen die Rohölpreise. Ausschlaggebend hiefür sind vor allem der Krieg Israels gegen die Hamas im Gazastreifen und der Konflikt um angeblich unbezahlte Erdgasrechnungen zwischen Russland und der Ukraine. Anders als der Kürzungsbeschluss der OPEC lassen die geopolitischen Faktoren den Preis steigen.
Die Heizölpreise in Deutschland ziehen wegen dem steigenden Rohölpreis leicht an. Durch die prognostizierte Kälteperiode wird die Nachfrage wohl weiterhin hoch bleiben. Im Bundesdurchschnitt kosten 100l Heizöl Extra Leicht 53,30€.
Die OPEC Kürzung verpufft ohne Wirkung! Der Preisverfall beim Rohöl stoppt trotz der beschlossenen, historischen Kürzung von nun insgesamt 4,2 Mio. Barrel pro Tag, nicht. Ganz im Gegensatz zu den Hoffnungen der OPEC fällt der Rohölpreis weiter. Aktuell (19.12.2008) steht der Preis für ein Barrel Brent bei 43,48 US-Dollar, WTI bei 42,06 US-Dollar. Zum Vergleich mal die Gegenüberstellung des aktuellen Preises und der Höchststand des letzten Jahres:
Brent (1 Barrel, in US-Dollar) aktuell: 43,48 Höchststand: 147,50
WTI (1 Barrel, in US-Dollar) aktuell: 42,06 Höchststand: 147,27
Doch aus welchen Gründen kann eine Kürzung der Fördermenge den Preisverfall nicht stoppen? Es ist weiterhin die Nachfrage, die den Preis bestimmt. Der drohende Bankrott, der wie ein Damoklesschwert über so machen großen Rohölabnehmern (US-Automobilbranche,…) schwebt, die schwachen Wachstumsprognosen des noch vor kurzem so boomenden China, die Weltwirtschaftskrise… Das sind die Themen, die die Nachfrage und damit den Rohölpreis bestimmen.
Wie sieht die Situation auf dem Heizölmarkt aus? Auch hier ist die Nachfrage das bestimmende Thema. Jedoch ist beim Heizöl hierzulande die Nachfrage nicht gering, im Gegenteil: sie ist im Dezember deutlich höher als noch im November. Momentan bezahlen Verbraucher im Schnitt für 100l bei einer Abnahmenge von 3000l 50,50€. Experten gehen davon aus, dass die Nachfrage im Januar zurückgehen wird und damit wird auch der Heizölpreis fallen. Abwarten könnte sich also lohnen für Verbraucher, die noch genügend Reserven haben.
Ölspekulanten schauen gespannt auf den Kürzungsbeschluss der OPEC am heutigen Nachmittag. Nicht nur die Mitgliedstaaten der OPEC, sondern alle ölfördernden Länder möchten selbstverständlich, dass der Rohölpreis nach oben geht. Dies soll heute mit einem weiteren Kürzungsbeschluss unterstützt werden.
Hinter der Frage, ob sich diese Kürzung auch auf unsere Heizölpreise auswirkt, steht noch ein großes Fragezeichen. Der Heizölpreis wird hierzulande noch vom sehr starken Euro und der immer noch hohen Nachfrage gestützt. Der Euro konnte im gestrigen Verlauf durch die Leitzinssenkung in den USA und dem damit verbundenen Absturz des US-Dollars wieder zulegen.
Die Rohöl- und Heizölnotierungen haben sich zum Ende der Woche stabilisieren können und leicht angezogen. Ein Barrel WTI kostet am heutigen Freitag 46,03 US-Dollar. Ausschlaggebend für den leichten Anstieg der Rohölpreise sehen Experten hauptsächlich in den geplanten Kürzungen der Rohöl-Fördermengen der OPEC und dem Versuch, Russland ebenfalls von einer Kürzung zu überzeugen. Außerdem hat Saudi-Arabien den Kürzungsbeschluss der letzten Wochen bereits weitgehend umgesetzt.
Diesem Hauptargument für kurzzeitig wieder steigende Rohölpreise steht aber weiterhin die drohende Rezession entgegen. Dementsprechend gehen die Analysten der US-Geschäftsbank Goldman Sachs im ersten Quartal 2009 von einem Rohölpreis um die 30 US-Dollar aus.
Was bedeutet dies für den Heizölpreis in Deutschland? Parallel zum leicht steigenden Rohölpreis zogen auch die Heizölnotierungen hierzulande zum Ende der Woche hin leicht an. Für 100l Heizöl und einer Abnahmemenge von 3000l zahlt man im Bundesdurchschnitt 48,99 €. Stabilisierend wirkte sich hierbei der starke Euro aus. Interessant ist hierzu auch die Meinung von Klaus Bergmann, Geschäftsführer von esyoil. Gestern kam es zu kleineren Engpässen an Ölterminals in Süddeutschland. Laut Bergmann liege die Vermutung nahe, dass Raffineriegesellschaften in Erwartung höherer Preise Heizöl zurückhielten, um dieses später teurer verkaufen zu können. Gerade Mineralölgesellschaften bzw. Raffineriegesellschaften profitieren vom schwachen Rohölpreis. Rohöl kann günstig eingekauft werden und durch Veredelung zu z.B. Heizöl verhältnismäßig teuer an den Endverbraucher gebracht werden.
Die Rohölpreise sind weiterhin auf extremer Talfahrt. In der letzten Woche stürzten die Preise erneut stark ab. Stand der Preis für ein Barrel WTI letzte Woche Freitag noch bei 53,40 US-Dollar, so steht er am heutigen Freitag (05.12.2008) nur noch bei 44,17 US-Dollar.
Die OPEC erwartet sogar noch einen weiteren Preisverfall. Der OPEC-Präsident Khelil sagte diese Woche, dass es nicht auszuschließen sei, dass die Ölpreise auf ein sehr tiefes Level fallen. Der beschlossene Rückgang bei den Fördermengen wird unterdessen durch das OPEC-Kartell nur sehr verhalten umgesetzt. Dies drückt stark auf den Ölpreis.
Die düsteren Aussichten auf dem weltweiten Ölmarkt haben weiterhin Bestand. Der asiatische Markt verlangt weniger Rohöl als erwartet. Die Aussichten auf dem amerikanischen Wirtschaftsmarkt sind zurzeit bekanntermaßen ebenfalls sehr schlecht.
Auch die Senkung des Leitzinses durch die EZB auf 2,5% wird sich in den kommenden Tagen beim Rohölpreis bemerkbar machen.
Die Heizölpreise sinken entsprechend dem tiefen Rohölpreis. Für 100l Heizöl Extra Leicht zahlt man bei einer Abnahmemenge von 3000 Litern im Schnitt 52,30 Euro. Eine Bestellung könnte sich im Monat Dezember lohnen, da sich ab 1. Januar 2009 der Steueranteil beim Heizöl um 1,5 Cent pro Liter erhöht.
Die schwache US-Wirtschaft lässt den Downtrend beim Rohölpreis und beim Heizölpreis weiter am Leben. Die DOE, das Energieministerium der USA, gab am Mittwoch dieser Woche einen enormen Zuwachs des Rohölbestands aus. Im Vergleich zur Vorwoche stieg der Bestand um 7,3 Millionen Barrel Rohöl an. Dies verdeutlicht die sehr schwache Nachfrage nach Rohöl. Dieses große Anwachsen der Bestandszahlen hinterlässt seine Spuren beim Rohölpreis und könnte ihn kurzfristig wieder unter Druck setzen. Zurzeit steht der Preis für ein Barrel WTI bei 53,40 US-Dollar.
Die OPEC in Person ihres Präsidenten hat mittlerweile eine Drosselung von 1 Millionen Barrel für Dezember angekündigt. In Zusammenhang dazu beschloss auch Russland eine Drosselung der Fördermengen.
Der Heizölpreis geht weiter seinen Weg nach unten. Heute, am 28.11.2008, steht er im Mittel bei einer Abnahmemenge von 3000 Litern bei 59,30 Euro pro 100 Liter. Damit ist der Heizölpreis im Vergleich zu letzter Woche Freitag nochmals um einen Euro gefallen.
Der Rohölpreis ist am Donnerstag zum ersten Mal seit 3 Jahren wieder unter die 50 Dollar Marke gerutscht. Dies konnte auch der schwache Euro nicht verhindern. Am heutigen Freitag zeigt sich der Preis der Rohölleitsorten unter 50 Dollar im Mittel bei 49,70 US-Dollar bestätigt.
Man wartet weiterhin gespannt auf die Reaktion der OPEC. Experten erwarten für das OPEC Treffen Ende November noch keine Kürzung. Diese muss dann aber im Dezember kommen, möchte man den Preisverfall nicht noch weiter fördern.
Die Konjunkturaussichten werden von Woche zu Woche düsterer. Die Aktienmärkte sind zur Mitte der Woche stark gefallen, zeigen sich aber am heutigen Freitag wieder leicht erholt. Vor allem die Autobranche zeigt sich in den letzten Tagen stark betroffen von der Wirtschaftskrise. Auch den Chemieriesen BASF hat es diese Woche stark gebeutelt. Es bleibt weiterhin dabei, dass die weltweite Wirtschaftskrise das vorherrschende Thema bleibt. Experten gehen davon aus, dass der Bedarf an Öl im Jahre 2009 erstmals zurückgehen wird.
Der Heizölpreis bewegt sich dabei parallel und Heizöl ist so günstig wie noch nie in diesem Jahr. Im Schnitt bezahlt man in Deutschland für 100l Heizöl Extra Leicht bei einer Abnahmemenge von 3000 Litern 60,30 Euro.
Dank des günstigen Rohöls (gestern, 17.11.2008, kostete ein Barrel der Rohöl-Leitsorten im Mittel 54,30 $) ist auch Benzin ist auf dem niedrigsten Preisstand seit 2005. Die aktuellen Benzinpreise stehen im Schnitt bundesweit bei 1,19 € für einen Liter Super, für Diesel bezahlt man im Schnitt 1,18 €. An machen Zapfsäulen bezahlen Kunden sogar nur 1,14 € pro Liter Super!
Experten rechnen auch im kommenden Jahr mit einem günstigen Benzinpreis. Die drohende Rezession ist hierbei das Hauptargument.
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